Bei OEM- und Sonderprojekten ist ein Muster nicht einfach „gut“ oder „schlecht“. Es ist eine Version mit definierten Prüfpunkten. Erst wenn Änderungen, offene Punkte und Serienbasis eindeutig dokumentiert sind, entsteht eine belastbare Musterfreigabe.
Vier mögliche Entscheidungen
- Abgelehnt: grundlegende Anforderungen fehlen.
- Überarbeitung: konkrete Änderungen werden für die nächste Version beauftragt.
- Bedingt freigegeben: klar benannte Restpunkte müssen vor Serie geschlossen werden.
- Serienfreigegeben: Spezifikation, Muster, Verpackung und Prüfkriterien sind abgestimmt.
Was in das Freigabeprotokoll gehört
- Projekt-, Artikel- und Versionsnummer
- Datum, Prüfer und verwendete Unterlagen
- Messwerte, Fotos und Funktionsbeobachtungen
- Abweichungen mit Verantwortlichem und Termin
- eindeutiger Status und bestätigte Serienbasis
FAQ
Kann ein Foto die Musterfreigabe ersetzen?
Nur für ausdrücklich definierte visuelle Punkte. Maße, Funktion, Haptik und Materialfragen benötigen geeignete Nachweise oder ein physisches Muster.
Was passiert bei einer Änderung nach Freigabe?
Die Änderung erhält einen neuen Stand und wird erneut bewertet. Sonst ist später nicht klar, welche Ausführung bestellt wurde.
Ergänzend: Qualitätskontrolle und MOQ bei OEM-Messern.
